Kita trifft Kunst

Fortbildung für Fachkräfte in Kindertagesstätten

Kinder sind offen, neugierig und begeisterungsfähig. Welche Impulse können wir setzen um bei ihnen Ideen zu entfachen und künstlerisch-kreative Prozesse zu fördern?
Im Rahmen der Fortbildung werden verschiedene Wege der Kunstbetrachtung mit Kindern vorgestellt, gemeinsam erforscht und dokumentiert. Fragen an das Kunstwerk werden mit praktischen Übungen zu ausgewählten Kunstwerken verknüpft, die zum Forschen und Entdecken einladen. Im zweiten Teil wird im Werkraum der Kunsthalle ein Material experimentell erkundet, welches man in der eigenen kreativen Arbeit mit Kindern in der Kita einsetzten kann.

Fr 27/11

Mit Anmeldung online: https://lsjv.service24.rlp.de/spfz

Ausstellungseröffnung

Begrüßung:
Daniel Gahr (Vorstandsvorsitzender Mainzer Stadtwerke AG und Stiftung Kunsthalle Mainz)

Einführung:
Stefanie Böttcher (Leiterin Kunsthalle Mainz)

Do 28/11
19 Uhr

Shortcuts #9

Kurzfilmabend und Gespräch mit Filmemacher Gunter Deller

Gunter Deller erkundet mit seiner Kamera seine nächste Umgebung. Immer dabei streift er mit ihr durch Städte und Landschaften und hält kurze Sequenzen analog und digital fest. Diese transformiert, ordnet er nach einer eigenen Logik und schafft so neue Sichtweisen und Zusammenhänge.

Mi 04/12
18 Uhr Öffentlicher Rundgang (optional)
19 Uhr Filmprogramm

Schattengrenze, 16mm, 1999
Eisgrub, 16mm, 2004
Light My Fire, digital von Super8, 2013
Fragile Fossile, digital von Super-16mm, 2014
One Another, digital, 2017
Killer Instinct, digital Blaufeld, 16mm

Kosten:
Film und Wein im Eintritt enthalten, für Mainzer Studierende ist der Eintritt kostenlos

Mit freundlicher Unterstützung des AStA JGU Mainz.

 

Fade into You – Episode LXXVI

Videoscreening-Reihe

Ganz im Zeichen der botanischen Forschung und Bewahrung steht der Filmabend der Reihe Fade into You. Während Pedro Neves Marques in seinem filmischen Essay die Verbindung von moderner Botanik mit Fortpflanzungssystem und der Veränderung von Saatgut hinterfragt, verknüpft Jumana Manna lose Erzählungen zur Bewahrung von Pflanzenarten im arktischen Permafrost mit der Wiederaufnahme von Landwirtschaft in ehemaligen Kriegsgebieten in Syrien, den Einflüssen von Klimawandel und globaler Chancengleichheit.

Lerato Shadi, MATSOGO, 2013
Jumana Manna, Wild Relatives, 2018
Pedro Neves Marques, Linnaeus and the Terminator Seed, 2017

Mi 15/01
19 Uhr

Kosten:
Film und Wein im Eintritt enthalten

 

Herbarium Politicum

Vortrag

Uriel Orlows eindrucksvolle Ausstellung Conversing with Leaves in der Kunsthalle Mainz bringt erstmals vier der wichtigsten Werkgruppen des Künstlers in einer Institution zusammen. In seiner jüngsten Arbeit Theatrum Botanicum (2015–18) erzählt er die Geschichte des Gartens, den Nelson Mandela gemeinsam mit Mithäftlingen im Innenhof des Gefängnisses auf Robben Island (Südafrika) angelegt hat. Ausgehend von diesen „Lebensadern“, ist mein Vortrag Herbarium Politicum auch inspiriert von den Briefen und Herbarblättern Rosa Luxemburgs – für sie war das Pressen von Blättern und Blüten und deren ordentliches Bewahren in Alben ein Mittel, sich zu erden und während ihrer Zeit als politische Gefangene mit der Welt verbunden zu bleiben.

Ausgehend von Uriels akribischer Praxis, möchte ich verwandten Projekten von anderen Künstler*innen und Aktivist*innen - in den meistens Fällen beides - vorstellen, deren Beschäftigung mit Samen, Gärten und Wäldern inhärent politisch ist und oft buchstäblich Fragen von Leben und Tod stellen. Über die weitere Einsicht in die Werke von Autorinnen wie Robin Wall-Kimmerer, Anna Tsing und Sophie Chao, möchte ich auf die die Bedeutung von Gegenseitigkeit, Verwandtschaft, Zugehörigkeit und Fürsorge eingehen - um zu verstehen, was so radikal ist an der „Pflanzenliebe“ im Angesicht von Insektensterben, unkontrollierbaren Waldbränden und jahrzehntealten landwirtschaftlichen Ängsten.

 

Anna-Sophie Springer ist Ausstellungsmacherin, Autorin, Editorin und Verlegerin. Seit 2011 leitet sie den Boutique-Verlag Imprint K. Verlag in Berlin, der neue Formen des "Buches als Ausstellung" vorantreibt. Zu ihren jüngsten Ausstellungsprojekten gehören der dreiteilige Zyklus Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald und 125,660 Specimens of Natural History. Sie ist Ko-Herausgeberin des Buches The Word for World is Still Forest (K. Verlag & HKW, 2017).

Mi 05/02
18 Uhr Öffentlicher Rundgang
19 Uhr Vortrag

Kosten:
Im Eintritt entalten

Shortcuts #10

Nichtstun. Filme ohne Zeitdruck Nichtstun. 

Kurzfilmabend und Gespräch mit Cecilia Valenti

Das Programm präsentiert weltweite Kurzfilme aus den vergangenen fünf Jahrzehnten, die die Erfahrung von Nichtstun, Vertrödeln und Verbummeln als stillen Widerstand gegen das alltägliche Arbeitsdiktat hervorheben.

Cecilia Manginis CANTA DELLE MARANE ist ein lyrisch-ethnografisches Experiment über eine rastlose Jugend von Roms Rändern, die fernab von Italiens Machtzentren und dem wirtschaftlichen Boom der 60er-Jahre in einem Wirbel aus Pirouetten und Sprüngen einen sommerlichen Tag am Wasser verbringt. Traumhaft-hypnotisch rollt und surft das Skateboard, dieses ominöse DEVIL’S TOY, 1966 durch Montreal und zeigt uns eine der ersten filmischen Reflexionen zur Stadtaneignung einer middle-class rebellion. Vor allem laut schiebt sich eine hüpfende Schar Mopeds voran, wenn sich die junge Männlichkeit in einer stickigen Nacht auf Kairos Brücken in Szene setzt und ihr Treiben im öffentlichen Raum von der Filmemacherin Nadine Khan dokumentieren lässt. Drum herum gibt es kurze bis sehr kurze filmische Impressionen: Jean-Pierre Mockys LOOPING auf einem Motorrad, den rasenden Actionfilm eines 13-jährigen Amateurs, einen AIDSWALK im Central Park sowie Sadie Bennings flächig-grobpixeliges GIRL POWER-Videomanifest, das sie mit einer Spielzeugkamera drehte. Zum Abschluss folgen wir einer Plastiktüte, die sich in den Straßen von Tanger verirrt.

LA CANTA DELLE MARANE (Cecilia Mangini, ITA 1962)

THE DEVIL’S TOY/ROULI-ROULANT (Claude Jutra, CAN 1966)
ONE IN A MILLION (Nadine Khan, EGY 2006)

LOOPING (Rainer Knepperges, GER 2014)

AUTOJAGD (Robert Führer, GER 1978)

AIDSWALK (Milena Gierke, USA/GER 1995)  
GIRL POWER (Sadie Benning, USA 1992)

WAHAB (Toni Serra, FRA/MAR 1994)


u.a.

Mi 12/02
19 Uhr

Kosten:
Film und Wein im Eintritt enthalten, für Mainzer Studierende ist der Eintritt kostenlos

Mit freundlicher Unterstützung des AStA JGU Mainz.

Ausstellungsgespräch

mit Uriel Orlow und Lina Louisa Krämer 

Fr 14/02
16 Uhr

Kosten:
Im Eintritt enthalten

Koloniale Projektionen

Vortrag von Mona Wischhoff

Über Lichtbildvorträge von Kolonialreisenden, über ihre Popularität und politische Wirksamkeit zur Zeit des deutschen Kolonialismus und über die Konfrontation kolonialer Bildarchive mit Gegenwart bei Uriel Orlow mit Mona Wischhoff (Doktorandin, Medienkulturwissenschaft, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Mi 18/03
19 Uhr

Kosten:
Im Eintritt enthalten