Den Auftakt 2024 machen zwei parallele Ausstellungen von melanie bonajo (they/them) und Philipp Gufler.

melanie bonajo – Schule der Liebenden
08/03/24 – 16/06/24

Mit Schule der Liebenden widmeten sich melanie bonajo und das inklusive Theater HORA dem Thema der Intimität in all seinen Facetten. Das Ergebnis ihrer Reise ist eine immersive Installation, die sich um eine Videoarbeit von melanie bonajo dreht und den Rahmen für Workshops und ein Theaterstück bildet. Performer*innen aus dem HORA Ensemble sind zu Expert*innen ihrer eigenen Lust geworden und vermitteln als phantastische Lehr-Avatare Wissen und sinnliche Erfahrungen rund um das Thema Liebe, Intimität und Sexualität. Eine humorvolle, einfühlsame, ermutigende, genre- und genderübergreifende Erfahrung, die Menschen mit und ohne Behinderungen anspricht.

Philipp Gufler – Dis/Identification
08/03/24 – 16/06/24

Im Zentrum von Philipp Guflers künstlerischer Arbeit stehen Bilder und Geschichte(n) queeren Lebens – heute und in der Vergangenheit. Historische Persönlichkeiten, Entwicklungen und Einschnitte aus unterschiedlichen Zeitspannen treten in einen Dialog und erzählen eine intersektionale queere Geschichte, wie sie meist noch nicht niedergeschrieben wurde. Die Referenzen stammen aus historischen Archiven, Zeitungen, Radio und Fernsehen, aus der Literatur und den ästhetischen Praktiken von LGBTQI+ Bewegungen, aus der Queer-theorie und der Popkultur. Die Ausstellung in der Kunsthalle Mainz zeigt ausgehend von der neuen Videoinstallation „The Beginning of Identification, and its End“ einen Überblick über Guflers Schaffen der letzten Jahre. 

 

Ari Benjamin Meyers  Always Rehearsing
04/07/24 – 20/10/24

Im Sommer 2024 ist der Künstler, Komponist, Dirigent und Musiker Ari Benjamin Meyers zu Gast in der Kunsthalle Mainz. Es geht damit disziplinenübergreifend und genre-sprengend weiter. Ari Benjamin Meyers künstlerische Exzellenz liegt in der radikalen Art des Zusammendenkens von Musik und Kunst. Seine Arbeiten entstammen seinem langjährigen Interesse daran, Komponieren, Proben und Musizieren über Konzertbühnen hinaus zu denken und diese Praktiken in anderen Räumen, wie Ausstellungshäuser, politische Institutionen und besonders den öffentlichen Raum zu erkunden. Meyers verwendet den Ausdruck „die Zukunft proben", um die eigene Gestaltungskraft und das Potenzial der Gemeinschaftsbildung durch Komposition, Proben und Musizieren zu beschreiben. Unter dem Titel Always Reahearsing werden in den Ausstellungsräumen neu geschaffene, neu arrangierte und existierende Arbeiten zu sehen bzw. zu hören sein. Mit einer komplett neuen Werkserie des Künstlers - The Notional Anthem, Nr. 1: Der Zollhafen Chor - öffnet sich die Kunsthalle Mainz in den Außenraum. Sie tönt hinaus in die Stadt, indem Ari Benjamin Meyers mit den Besuchenden, den Mitarbeitenden und den direkten Nachbar*innen der Kunsthalle Mainz – den unterschiedlichen Bewohner*innen und Nutzer*innen des Zollhafenareals - einen Chor bildet und gemeinsam ein neues Werk erarbeitet.